Nein zum Luxusprojekt
Referendum Kunstmuseum Bern


Kunst braucht Menschen, keine Tempel.

Das Referendum richtet sich selbstverständlich nicht gegen die Kunst. Im Gegenteil – man wolle sie endlich ernst nehmen. Kunst lebe von Menschen, Ideen, Bewegung. Nicht von Beton, Glas und repräsentativen Fassaden. Wer wirklich an Kultur glaubt, investiert in Künstlerinnen und Künstler, nicht in neue Steintempel.




Hohe Kosten

Ein Projekt von 147 Millionen Franken sprengt jedes vernünftige Mass. Der Kanton trägt das Hauptrisiko, ohne verbindliche Garantie für mögliche Mehrkosten. 

Samuel Krähenbühl, Grossrat SVP, lic.phil.hist.



Falsche Prioritäten

Während die lebendige Kunstszene schrumpft, verschwinden Galerien und bezahlbare Räume für Künstlerinnen und Künstler. Statt diese Basis zu stärken, setzt die Politik auf teure „Leuchtturmprojekte“. 

Beat Cattaruzza, Grossrat GLP, ehem. Stiftungsrat Kunsthaus Biel, ehem. Präsident Kunstverein Biel 




Ungerechte Lastenverteilung

Die Standortgemeinde Bern und die Regionalkonferenz beteiligen sich nicht an den Baukosten – zahlen soll vor allem der Kanton. Dieses Modell ist weder fair noch nachhaltig. 

Pauline Pauli, Grossrätin FDP, Diplomierte Wirtschaftsprüferin



 

Der bessere Standort – mehr Kooperationen

Bern verfügt längst über einen logischen Kulturstandort – und tut doch so, als müsse man ihn erst erfinden. Zwischen Kunsthalle, Historischem Museum, Museum für Kommunikation und Alpinem Museum spannt sich ein dichtes Geflecht kultureller Institutionen, das sich selbstverständlich in Richtung Zentrum Paul Klee und Kunstmuseum erweitert. Diese Achse liegt geografisch wie inhaltlich auf der Hand. Sie ist kein abstraktes Planungsprodukt, sondern bereits Realität.
Gerade deshalb wäre es fahrlässig, weiterhin nur über neue Baukörper zu diskutieren, statt die vorhandene kulturelle Topografie konsequent zu stärken. Bern könnte hier eine überzeugende kulturelle Marke entwickeln: nicht als Ansammlung isolierter Gebäude, sondern als zusammenhängender Ort mit erkennbarem Profil und inhaltlicher Kraft.
In diesem Zusammenhang steht auch die dringend notwendige Renovation des Atelier-5-Baus und dies ist unbestritten. Sie ist nicht bloss eine bauliche Pflichtübung, sondern Teil einer klugen Strategie: Bestehende Architektur erhalten, qualitätvoll weiterentwickeln und damit der Kunst nachhaltig Raum sichern. Wer ernsthaft Kulturpolitik betreiben will, investiert zuerst in das, was bereits trägt.